Eine Bankbürgschaft oder auch Bankaval bzw. Mietaval genannt, ermöglicht es eine Mietkaution für eine Immobilie zu hinterlegen, ohne dabei die eigentliche Kaution aufbringen zu müssen. Die Bank bürgt hierbei gegenüber dem Vermieter im Schadensfall. Der Mieter zahlt für diesen Avalkredit eine monatliche bzw. jährliche Gebühr von 1-5% der Kautionssumme. Im Schadensfall wird die Kaution an den Vermieter durch die Bank ausgezahlt, anschließend wird diese von der Bank vom Mieter eingefordert.

Bankbürgschaft als Mietkaution nutzen

Das Produkt Avalkredit, Mietaval oder Bankbürgschaft gibt es bereits sehr lange – es ist im Grunde genommen ein Kredit, der erst dann realisiert wird, wenn ein Schaden eintritt. Für die Zeit in welcher der Anspruch nicht geltend gemacht wird, erhält die Bank eine Servicegebühr. Diese Art der Bürgschaft ist ebenfalls in der Mietkaution möglich und ermöglicht zunächst einmal eine höhere Liquidität für den Mieter der Immobilie. Schließlich muss der Mieter durch die Bürgschaft nicht die volle Kautionssumme hinterlegen, sondern kann diese für andere Zwecke einsetzen.

Ein Beispiel: Eine Immobilie soll für 1.000€ pro Monat gemietet werden. Der Vermieter verlangt eine Mietsicherheit in Höhe von 3.000€. Der Mieter müsste diese Summe nun entweder auf einen Schlag oder in Raten aufbringen und für den Schadensfall hinterlegen. Bei der Bankbürgschaft mit Konditionen von 3% pro Jahr zahlt der Mieter jedoch lediglich 90€/Jahr, bzw. 7,50€/Monat.

Die Bürgschaft bleibt so lange aufrecht erhalten, wie das Mietverhältnis andauert. Um also die 3.000€ aufzurechnen müsste der Mieter 33 Jahre die Immobilie mieten. Der Schadensfall nach Auszug ist davon natürlich ausgenommen.

Welche Banken bieten eine Bankbürgschaft an?

In der Finanztest 08/2021 Zeitschrift wurden folgende Banken genannt, die ein Mietaval anbieten:

BBBank, Degussa Bank, DKB, GLS Bank, Nassauische Sparkasse, PSD Bank Rhein-Ruhr, PSD Bank West, Santander Consumer Bank sowie die SWK Bank. Die Konditionen sind relativ ähnlich und rangieren von 1% bis 5% der Kautionssumme. Ein Vergleich verschiedener Bankbürgschaften und Versicherungen ist direkt hier möglich:

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Stand: 26.01.2022

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Wann lohnt sich eine Bankbürgschaft?

Eine Bankbürgschaft lohnt sich insbesondere dann, wenn es sich um eine Übergangslösung handelt oder bspw. im Gewerbeumfeld, da hier eine Liquidität des Unternehmensvermögens relevant ist. Eine Bankbürgschaft kann auch dann einen Sinn ergeben, wenn man die Kautionssumme zwar liquide hat, diese jedoch in Werte investieren möchte, die eine höhere Rendite erzeugen als die Bürgschaft an Kosten erzeugt.

Beispiel: Es sollen 3.000€ als Kaution hinterlegt werden. Bei der Bank erhält man eine Bürgschaft für 3%, zahlt also jährlich 90€. Abzüglich der 90€ werden nun die 2.910€ in Aktien oder Fonds mit einer jährlichen Rendite von 7% angelegt. Im ersten Jahr erzeugt dies einen Gewinn von 203,70€ – mehr als doppelt so viel wie die Kosten für die Bürgschaft.

Voraussetzung für diese Lösung ist natürlich eine verlässliche Rendite, welche mit der eigentlichen Kaution erwirtschaftet werden kann.

Was ist besser – ein Mietaval oder eine Mietbürgschaft?

Ein Mietaval, also der Avalkredit der Bank ist häufig etwas günstiger als eine Mietbürgschaft durch eine Versicherung. Dies kommt jedoch immer auf die jeweiligen Konditionen für das Mietverhältnis drauf an. Mietet man eine Gewerbeimmobilie, so sind die Kautionsschutzbriefe der Versicherungen häufig teurer als die Mietavale der Banken – ein individueller Vergleich kann sich jedoch lohnen.

Was kostet eine Bankbürgschaft?

Die Kosten eine Bankbürgschaft variieren je nach Bank. Erhält man bei einzelnen Banken bereits eine Bürgschaft für 1% der Kautionssumme, so sind die meisten Angebote im Rahmen von 3%. Die Kosten trägt der Mieter.

Worüber man sich bei der Bürgschaft jedoch ebenfalls als Mieter bewusst sein sollte ist der Schadensfall. Zieht der Mieter aus der Immobilie aus und es bestehen daran Schäden die nicht durch den Mieter beseitigt werden, hat der Vermieter ein Anrecht auf die Nutzung der Kaution. In diesem Fall ist die Kautionsversicherung keine Kaskoversicherung sondern der Avalkredit kommt zum tragen – der Mieter zahlt in diesem Fall direkt die Summe an die Bank ab, welche der Vermieter erhalten hat.