In Deutschland leben laut statistischem Bundesamt in Deutschland 53,5% der Menschen zur Miete und haben dabei gemäß Haus&Grund ca. 25 Milliarden Euro als Mietkaution größtenteils auf Sparbüchern angelegt. Lange Zeit konnten ebenfalls Kunden bei der Postbank ein Mietkautionskonto erhalten, seit dem 01.10.2020 ist dies jedoch leider nicht mehr möglich. Die Postbank, die zur Deutschen Bank gehört hat laut eigenen Angaben 12,5 Millionen Kunden. Wenn diese Kunden umziehen, bedarf es einer aktiven Nachfragen nach Kautionskonten (Finanztest 10/2021 – Stiftung Warentest) bei Banken, da diese häufiger Kautionsversicherungen vertreiben, ähnlich wie die Postbank es nun ebenfalls macht.

Warum gibt es kein Postbank Mietkautionskonto mehr?

Eine offizielle Stellungsnahme zur Einstellung der Kautionskonten gab es von der Postbank nicht, wenn jedoch Produkte eingestellt werden, resultiert dies häufig aus wirtschaftlichen Gründen, weil diese bspw. nicht mehr rentabel sind, oder aber weil die Nachfrage gesunken ist.

Beide Punkte kann man vermutlich auf die Zinsentwicklung der EZB zurück führen. Sparer erhalten aufgrund der niedrigen Zinsen keine nennenswerte Rendite auf Ihre Einlagen, gleichzeitig stehen dem Kosten gegenüber für die Organisation und Verwaltung des Produktes.

Beispiel: Wenn man heute (2021) ein Mietkautionskonto anlegt, so erhält der Mieter hierfür aktuell noch 0,01% Zinsen. Gleichzeitig erfolgt eine Identifikation, entweder vor Ort in der Filiale oder mittels Post-Ident oder Video-Ident, die bei den meisten Banken mit ca. 30€ berechnet wird. Die Bank hat nun aufgrund der hinterlegten Kaution eine höhere Liquidität und kann mit den Einlagen für die Dauer der Anlage arbeiten, bspw. um Kredite zu vergeben, gleichzeitig müssen jedoch Negativzinsen an die EZB gezahlt werden. Daher scheint diese Art der Hinterlegung für viele Banken unrentabel – insbesondere wenn die Einlagen nicht sinnvoll genutzt werden können.

Welche Alternativen gibt es für die Hinterlegung der Mietsicherheit?

Neben der Option eine Mietkaution auf einem Kautionskonto zu hinterlegen, kann man diese auch als Kautionsbürgschaft, Mietaval oder in Form eines Kautionsdepots hinterlegen.

Kautionskonten gibt es, ähnlich wie bei der Postbank geschehen immer weniger, aufgrund der veränderten Marktsituation. Trotzdem kann man immer noch die Alternativen als Mieter oder Vermieter nutzen.

Wo kann man in einer Filiale die Mietkaution einrichten?

Wie in Stiftung Warentest im Heft Finanztest 10/2021 aufgelistet führen eine Reihe von Volksbanken, Sparkassen und genossenschaftliche Banken immer noch Mietkautionskonten und ermöglichen es diese in der Filiale einzurichten. Hierfür sind Informationen zum Mietverhältnis, also Daten zum Mieter und Vermieter notwendig sowie ein Personalausweis für die Legitimierung.

Wo kann man online eine Mietkaution einrichten?

Die zunehmende Digitalisierung führt dazu, dass immer mehr Filialen geschlossen werden und Dienstleistungen über das Internet selber abgewickelt werden können. Direktbanken wie die DKB Bank oder einzelne PSD Banken bieten daher die Möglichkeit online ein Mietkautionskonto einzurichten:

DKB Bank

Ihre Vorteile bei einem DKB Kautionskonto

Einfach online beantragen

Verpfändungserklärung im Onlinebanking beantragen

Eignet sich auch für kurze Mietverhältnisse

Innerhalb kurzer Zeit Kaution eingerichtet

Nach Mietverhältnis einfach aufzulösen, Geld wird schnell überwiesen

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Was bietet die Postbank als Alternative für die Mietkaution an?

Wenn man nach einer Postbank Mietkaution sucht, findet man in der Regel die Kautionsfrei Mietkaution, eine Mietkautionsbürgschaft, welche es ermöglicht als Mieter keine Mietkaution als Sicherheit zu hinterlegen. Als Gegenleistung für diese Liquiditätserleichterung zahlt der Mieter an die Versicherung jährlich 5,25% der eigentlichen Kautionssumme.

Tritt ein Schadensfall ein, ist diese Versicherung jedoch nicht vergleichbar mit einer Kaskoversicherung. Der Vermieter erhält von der Versicherung direkt die geforderte Kaution, die Versicherung wiederum holt sich diese Forderung vom Mieter wieder. Ein Vergleich von verschiedenen Kautionsversicherungen ist hier möglich:

+
kautionsfrei.de
kautionsfrei.de - 5.25% der Kautionssume
MietkautionJährliche KostenMonatliche Kosten
750€39,38 €3,28 €
1000€52,50 €4,38 €
1500€78,75 €6,56 €
2000€105,00 €8,75 €
2500€131,25 €10,94 €
3000€157,50 €13,12 €
3500€183,75 €15,31 €
5000€262,50 €21,88 €
7000€367,50 €30,62 €
9000€472,50 €39,38 €

Für die Postbank ist die Kooperation mit Kautionsfrei ideal. Bestandskunden die eine Mietkaution suchen können an Kautionsfrei verwiesen werden, es fallen für die Verwaltung keine Kosten an, für die Vertriebsleistung gibt es jedoch eine Provision.

Das Mietkautionsdepot – die Mietkaution mit Rendite anlegen

Viele Mieter sind darüber verärgert, dass die Mietkaution, welche häufig einen vierstelligen Betrag darstellt keine Zinsen mehr erwirtschaftet. Zusätzlich verliert diese über die Jahre aufgrund der Inflation an Kaufkraft – nach dem Auszug ist diese de facto weniger wert als zum Zeitpunkt des Einzuges. Daher nutzen immer mehr Mieter ein Mietkautionsdepot, welches es ebenfalls ermöglicht die Kaution zu hinterlegen, jedoch gleichzeitig noch eine Rendite zu erwirtschaften. Da die Anlage in ETF-Fonds auch das Risiko birgt, dass die Werte fallen und dadurch die Kaution kurzfristig weniger wird, eignet sich diese Anlage insbesondere für längerfristige Mietverhältnisse.

Growney Kautionsdepot

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Für längerfristige Mietverhältnisse ideal

Vergleichsweise hohe Rendite auf die Kaution zu erwarten

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Nach Mietverhältnis einfach aufzulösen oder auch als Investition weiterhin nutzbar

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Zuletzt aktualisiert am:

Autor: Mietkaution Redaktion

Unsere Redaktion setzt sich aus erfahrenen Finanzexperten zusammen. Damit Sie als Mieter und Vermieter auf dem neuesten Stand bleiben, sorgen unsere Redakteure regelmäßig mit aktuellen Artikeln dafür, dass Sie über alle Themen rund um die Mietkaution schnell und unkompliziert informiert werden.

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